Tag 3: Mit dem Nachtzug nach Xi’an
Im Zug gab´s ein paar Unstimmigkeiten wegen der Abteilbelegung. Gut, dass wir unseren Reiseführer dabei hatten, der allerdings auch erst nach eineinhalb Stunden Diskussion, ein Abteil für uns hatte. Wäre wohl etwas unangenehm geworden, die ganze Nacht im Gang zu verbringen. Das Abteil, das für uns vorgesehen war, war nämlich schon von drei Chinesen belegt, die uns zwar gerne mit rein gelassen hätten, was wir aber nicht wollten, weil wir uns sonst wie die Sardinen gefühlt hätten. Schließlich hatten wir für ein eigenes Abteil mit Betten bezahlt. Warum passiert sowas immer uns? Nun gut, die Nacht über hatten wir dann ein eigenes Bett, an Schlaf war aber nicht zu denken, denn erstens hat der Zug sehr stark gewackelt, und zweitens sind Chinesen, auch in der Nacht, nicht gerade leise. Egal. Unausgeschlafen kommen wir also in Xi´an an und besteigen nach einem ausgiebigen Frühstück den Bus zur Stadtrundfahrt. Wir sehen – zumindest mit einem halben Auge, weil wir sind hundemüde – die Wildganspagode, die Stadtmauer, den Trommelturm, den Xingjiao-Tempel und natürlich das Mausoleum Qin Shihuangdis mit seiner Terrakotta-Armee. All das werden wir uns morgen noch genauer ansehen, denn wir sind ja zwei Tage hier. Heute schlendern wir noch etwas durch die Innenstadt, bevor wir uns ins Hotelzimmer zurückziehen und den Schlaf nachholen, den wir die Nacht zuvor nicht bekommen haben.
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